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Shell-Prognose: LNG-Handel steigt um 11 %

Für den Shell-Konzern, der größte Käufer und Verkäufer von verflüssigtem Erdgas (LNG) ist die Nachfrage von 384 Tonnen pro Jahr an LNG das Anzeichen einer boomenden Branche. Neue Import- und Exportkapazitäten in Form von Importterminals, Verflüssigungsanlagen und Regasifizierungsanlagen entstehen in Asien, den USA und Russland.
Shell Prognose LNG steigt um 11 Prozent

Shell, der weltweit größte Käufer und Verkäufer von LNG, sagte, der Handel sei im vergangenen Jahr um 27 Millionen Tonnen gestiegen, wobei 16 Millionen Tonnen dieses Volumens auf das chinesische Nachfragewachstum entfielen.

Die Prognosen von Shell, wonach die LNG-Nachfrage im nächsten Jahr auf 384 Millionen Tonnen steigen wird, spiegeln eine aufstrebende Industrie wider, in der neue Produktionsstätten in Australien, den Vereinigten Staaten und Russland sowie weiteren Ländern durch den Bau von Empfangsterminals zu Importeuren werden.

Asien dominiert den Markt, wobei Japan der Hauptabnehmer bleibt. China wurde 2017 das zweitgrößte Land, da die Nachfrage aufgrund eines von der Regierung verordneten Vorstoßes für Kraftwerke, von Kohle auf saubereres Gas umzusteigen, um zur Verringerung der Umweltverschmutzung beizutragen, stark anstieg.

 

Aufgrund des ungleichmäßigen Fortschritts bei der Entwicklung von Verflüssigungs- und Exportanlagen einerseits und von Wiederverdampfungs- und Importterminals andererseits sehen viele Analysten ein Überangebot des globalen Marktes, wenn nicht in diesem Jahr, dann im nächsten Jahr.

Die meisten sehen aber auch eine Versorgungskrise um die Mitte der 2020er Jahre, weil derzeit nicht genügend Verflüssigungsanlagen geplant, finanziert und gebaut werden.

Solche Projekte werden durch langfristige Lieferverträge untermauert, die ihre Betreiber Jahre im Voraus abgeschlossen haben. Zwischen 2014 und 2017 unterzeichneten Käufer Verträge mit kürzerer Laufzeit für kleinere Volumina, was die Finanzierung schwierig machte.

Laut Shell hat sich die Laufzeit der im letzten Jahr unterzeichneten Verträge auf 13 Jahre durchschnittlich mehr als verdoppelt.

 

“Eine Erholung der neuen langfristigen LNG-Verträge im Jahr 2018 könnte die Investitionen in Verflüssigungsprojekte wiederbeleben”, sagte Shell. “Basierend auf den aktuellen Nachfrageprognosen geht Shell weiterhin davon aus, dass sich das Angebot Mitte der 2020er Jahre verknappen wird.”

Der Spothandel belief sich 2018 auf 1.400 Ladungen, was einem Anteil von fast 30 Prozent am Weltmarkt gegenüber 25 Prozent im Jahr 2017 entspricht, so Shell. Der Spot-Handel, der Kauf und Verkauf von Gütern zur sofortigen Lieferung, signalisiert einen flexibleren und ausgereifteren Markt.

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